15. Psychiatriesymposium in Liebenburg

05.11.2018
(v.l.) PD Dr. med. Dr. rer. pol. Dipl.-Psych. Niels Bergemann, Prof. Dr. Alexander Sartorius, Dr. Sara Zeugmann, Dr. med. Florian Hädrich, Prof. Dr. med. Ion-George Anghelescu

Auch in diesem Jahr war es ein erfolgreiches 15. Psychiatriesymposium. Am Samstag, den 3. November 2018, lud DR. FONTHEIM Mentale Gesundheit regionale und überregionale psychiatrische Fachkräfte in die Domäne nach Liebenburg ein. Mit über 110 Teilnehmern stieß das Motto „Wichtige Facetten der Behandlung depressiver Störungen“ auf großes Interesse.

Dr. med. Florian Hädrich, der zurzeit die kommissarische ärztliche Leitung bei DR FONTHEIM innehat, eröffnete mit einer sehr komplexen Kasuistik das Symposium, bei der sowohl Pharmakotherapie, Psychotherapie als auch Stimulationsverfahren angewandt wurden.

Aus Leipzig erörterte Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl sehr präzise das Pro und Contra medikamentöser Behandlung bei depressiven Störungen, gefolgt von Dr. Sara Zeugmann aus Berlin, die über die zu oft unbeachtete  Altersgruppe junger Erwachsener (18 – 29 Jahre) referierte und die These aufstellte: „Wir würden weniger handfeste Depressionen behandeln müssen, wenn  wir diese Altersgruppe früher ins Boot holen und ihre Erkrankungen eher erkennen würden.“

PD Dr. med. rer. pol. Dipl.-Psych. Niels Bergemann, ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kitzberg-Kliniken in Bad Mergentheim, ging auf  die Besonderheiten der  Behandlung der Depression in der Schwangerschaft ein.  Sein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Anwendung der Pharmakotherapie und deren Auswirkung auf Patientin und Embryo. Vom vorschnellen Absetzen einer bestehenden antidepressiven Therapie bei festgestellter Schwangerschaft riet er ab. Hier sollte grundsätzlich eine sorgfältige fachärztliche Entscheidungsfindung erfolgen.

Mit Erläuterungen der verschiedenen in der Behandlung der Depression anwendbaren Stimulationsverfahren, schloss Prof. Dr. Alexander Sartorius aus Mannheim die interessante psychiatrische Fachtagung. Er merkte an, dass die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) den bei weitem stärksten Effekt habe und in Deutschland vergleichsweise wenig eingesetzt werde. Gerade bei schwersten Krankheitsverläufen könne man mit dieser Methode sehr gute Erfolge erreichen.

 

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