Abhängigkeitserkrankungen

Unsere qualifizierte vollstationäre Entgiftungsbehandlung in Haus 9 erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von 14 Tagen. Wir haben für Sie ein Wochenprogramm entwickelt, das Ihre aktuelle körperliche und psychische Situation berücksichtigt und Sie motivieren soll, sich mit Ihrer Abhängigkeit auseinanderzusetzen. Wir wollen Sie auf diesem Weg begleiten, Sie unterstützen Ressourcen zu aktivieren, Lösungswege zu entwickeln und eine aktive Auseinandersetzung mit Ihrer Problematik zu fördern. Wir unterstützen Sie mit Motivations- und Informationsgruppen und aktivierenden Anwendungen wie Bewegungstherapie, Fitness und Qigong. Ihre Entzugssymptome werden neben der medikamentösen Unterstützung durch Akupunktur und verschiedene Entspannungstechniken behandelt. Die Einstellung auf Medikamente, die den Suchtdruck mildern (Anticravingsubstanzen), ist möglich.

Sucht – Angst – Depression

Angst und Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Die Symptome sind sehr vielfältig, oft bestehen eine gedrückte Stimmung, Antriebs- und Freudlosigkeit, Ängste oder Panikattacken und zahlreiche unspezifische körperliche Symptome. Um Symptome zu unterdrücken und einen normalen Alltag aufrechterhalten zu können, versuchen Betroffene häufig durch den Einsatz von Alkohol oder Schlaf- und Beruhigungsmitteln die Beschwerden zu mildern. So können sich über Jahre neben einer Angsterkrankung oder Depression ein Missbrauch oder eine Abhängigkeit entwickeln, die die Symptome weiter verstärken - es entsteht ein Teufelskreis. Daher ist es wichtig, beides qualifiziert zu behandeln.

Für Menschen, die neben einer Abhängigkeitserkrankung an einer Angst- oder depressiven Störung leiden, halten wir ein spezielles Angebot bereit (Abteilung für Abhängigkeits- und Begleiterkrankungen in Haus 9). Wir führen eine genaue Diagnostik in Bezug auf psychiatrische und körperliche Erkrankungen durch. Sollte zunächst eine Entgiftung erforderlich sein, dauert diese circa sieben Tage und ist abhängig von der konsumierten Substanz und Begleit- oder Folgekrankheiten. Anschließend wird die Behandlung von Depression oder Ängsten im gleichen Bereich nahtlos fortgesetzt.

Die Voraussetzungen

Wir behandeln Menschen, die abhängig sind:

  • von Alkohol
  • von Medikamenten
  • von illegalen Rauschmitteln
  • von mehreren Substanzen
  • Menschen im höheren Lebensalter und schwangere Suchtmittelabhängige.

Behandlungsangebot

Die Entzugsphase begleiten wir intensiv durch ein multiprofessionelles Team. Die Behandlung wird ergänzt durch einen Internisten, der körperliche Erkrankungen angemessen diagnostizieren und behandeln kann. Wir haben Standards für die Entgiftung bei Alkohol- und Drogenabhängigkeit entwickelt, die sich an Leitlinien orientieren. Die qualifizierte Entgiftung zeichnet sich besonders durch eine umfassende Informations- und Motivationsphase aus. Dies beinhaltet das Erkennen von Zusammenhängen zwischen Missbrauch und Abhängigkeit, der eigenen Persönlichkeit und dem sozialen Umfeld. Wir wollen Sie darin bestärken, auch nach der Entgiftung die Suchtbehandlung fortzusetzen, sich zum Beispiel für eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme zu entscheiden.

Ansprechpartner

Dr. med. F. Wabnitz
Oberärztin
Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin
ed.miehtnof@ztinbaw.f

M. Oestreich
Pflegerische Leitung
Tel. 05346 81-0
Fax 05346 81-1295
ed.miehtnof@hciertseo.m

FÜR DIE AUFNAHME

C. Beyer
Case Management
Tel. 05346 81-2929
ed.miehtnof@9mc

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