Traumazentrierte Psychotherapie für Frauen

Die traumazentrierte Psychotherapiestation für Frauen auf der Station 7C bietet Diagnostik, Stabilisierungs- und
Traumasynthesetherapie für 22 Frauen im multiprofessionellen Team an.

Viele Menschen erleben schwerwiegende Ereignisse, die potentiell ein psychisches Trauma verursachen können.
Dies können zum Beispiel Einzelereignisse sein, wie Naturkatastrophen, Unfälle, lebensbedrohliche Erkrankungen,
Kriegshandlungen, Vergewaltigung und körperliche Gewalt, als auch mehrfach über Jahre stattfindende Traumatisierungen wie sexuelle, körperliche und psychische Gewalt.

Je nach Häufigkeit, Art und Schwere der Ereignisse, entwickeln 10 bis 25% dieser Betroffenen das Krankheitsbild einer
Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Diese ist gekennzeichnet durch Symptome wie belastendes, häufiges
Wiedererleben der traumatischen Erlebnisse, erhöhte Schreckhaftigkeit, innere Unruhe und Vermeidungsverhalten.
Komorbide affektive Erkrankungen, dissoziative Störungen und Borderline-Persönlichkeitsstörung behandeln wir mit.

Wenn eigene Bewältigungsmechanismen und Selbstheilungskräfte nicht ausreichen, sollte eine professionelle traumazentrierte Psychotherapie erfolgen.

Unser therapeutisches Konzept umfasst zwei Phasen:

 

Phase I Diagnostik und Stabilisierung

Nach der ausführlichen medizinischen und psychologischen Diagnostikphase erlernen Sie Stabilisierungs- und
Reorientierungsübungen, Imaginationen, Entspannungsverfahren und traumaspezifisches Fertigkeitentraining
(DBT-PTBS). Sie können an der PTBS-Infogruppe, Gesunde Lebensführungs- und Selbstwertgruppe teilnehmen. In
der Ergotherapie können Sie Erlerntes kreativ umsetzen und kunsttherapeutisch in der Gestaltungsgruppe erfahren.
In der Körpertherapie bieten wir Körperwahrnehmungs- und Körperskillsgruppen an.

 

Phase II Traumasynthesearbeit

In der Traumasynthesetherapie setzen wir folgende Traumaexpositionsverfahren ein:

• EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
• Bildschirmtechnik
• Beobachtertechnik
• TRIMB® (Trauma Recapitulation with Imagination, Motion and Breath)
• CIPBS (Conflict Imagination, Painting and Bilateral Stimulation)


Ziel der Traumasynthese ist die Reduktion der vorbeschriebenen Symptome und das Erlangen von Kontrolle über die traumatischen Erinnerungen.

Weitere Therapieverfahren

Sie erhalten Einzelpsychotherapie und therapeutische Unterstützung durch unser Fachpflegepersonal. Als weitere Therapieverfahren setzen wir kognitive Verhaltenstherapie, katathym imaginative Psychotherapie, Arbeit mit dem Inneren Kind, bei Bedarf medikamentöse Therapie, Körpertraining und Physiotherapie ein.

Voraussetzungen

Die traumazentrierte Arbeit ist eine anstrengende und tiefgreifende Therapieform. Um diese erfolgreich durchführen zu können, sollten Sie wenig belastet durch andere Themen sein, wie durch Renten- und juristische Verfahren (Scheidung, Strafrechtliches), schwerwiegende soziale Probleme wie Obdachlosigkeit, Sorgerechtstreitigkeiten oder aktuelles Trennungserleben. Aktiver Täterkontakt stellt ein Ausschlusskriterium dar, ebenso begleitende Suchterkrankung.

Wir bieten für Männer, die an einer Postttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden, eine Traumasynthesetherapie auf unserer psychosomatischen Station 7B an.

Ansprechpartner

G. Wendling-Platz
Oberärztin
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
ed.miehtnof@ztalp-gnildnew.g

 

A. Exner
Pflegerische Leitung
Tel. 05346 81-0
Fax 05346 81-1278
ed.miehtnof@renxe.a

 

FÜR DIE AUFNAHME

K. Wesner und M. Klapsia
Case Management Station 7B/7C
Tel. 05346 81-2938
ed.miehtnof@cb7mc

 

Anfahrt

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