Angehörigenberatung

Kein Mensch ist eine Insel...

...und so leiden unter psychischen Erkrankungen nicht nur die Betroffenen selber, sondern auch deren Familien und Freunde. Die Angehörigen sind häufig die wichtigsten Ansprechpartner der Erkrankten und der professionellen Helfer.

Viele Angehörige wollen oder müssen sich kümmern, übernehmen Verantwortung für die Erkrankten und verlieren dabei oft allmählich eigene Freiräume. Sie werden in dem Spannungsfeld des Helfens, der Frage nach den Ursachen der Erkrankung, den Behandlungsmöglichkeiten, der Alltagsbewältigung und der Zukunftsplanung aufgerieben. Dabei kann gerade durch große Geduld, viel Fachwissen, Zuspruch und Gelassenheit eine Atmosphäre geschaffen werden, in der sich die Kranken wohlfühlen und sich Symptome lindern.

Zur Unterstützung dieses therapeutischen Umfeldes hat sich die Teilnahme an Angehörigengruppen sehr bewährt. Hier können sich die Angehörigen in vertrauensvollem Rahmen Fachwissen aneignen und Erfahrungen austauschen. Die Gemeinsamkeit hilft, das eigene Schicksal wieder gestaltend in die Hand zu nehmen.

In den Gruppen bekommen die Teilnehmer die notwendigen Informationen über das Krankheitsbild, die medikamentösen und anderen Behandlungsmöglichkeiten und die Symptome. Dies kann zur emotionalen Entlastung beitragen und helfen, Schwierigkeiten besser einzuordnen und zu bewältigen.

Der intensive Austausch in den Angehörigengruppen kann vor Überforderung bewahren und damit die Unterstützung des Erkrankten über einen längeren Zeitraum erhalten helfen.

Angehörigengruppen

Die Angehörigen sind die wichtigsten Ansprechpartner der Erkrankten und der professionellen Helfer. Die mit der Erkrankung verbundenen Belastungen sind nicht immer leicht zu bewältigen. Die Betroffenen können hier durch den gemeinsamen Erfahrungsaustausch erkennen, dass überall ähnliche Probleme und Schwierigkeiten auftreten. Dadurch wird die vermeintliche Einmaligkeit des eigenen Schicksals wieder zurechtgerückt. Die Angehörigen können dort Schuld- und Schamgefühle ansprechen, von den Erfahrungen und dem Optimismus der anderen lernen und profitieren, sich gegenseitig Mut und Hoffnung machen und auch eine Lobby-Funktion für die Patienten übernehmen.

Wir haben in der Klinik zwei Gruppen für Angehörige von an schizophrenen Psychosen Erkrankten:

  1. eine offene Gruppe mit wechselndem Teilnehmerkreis, um Angehörigen neu aufgenommener Patienten rasch eine Gruppenteilnahme zu ermöglichen. Diese trifft sich an jedem ersten Montag im Monat um 17.00 Uhr in den Räumlichkeiten der offenen Station 6C im Psychosezentrum. Ziel ist vor allem die Vermittlung von Krankheitswissen und Behandlungsmöglichkeiten. Sie wird geleitet von der Psychologin Frau Krebs und begleitet von Gesundheits- und Krankenpflegern, die auf dieser Station arbeiten. Zu dieser Gruppe können Sie zwanglos ohne Voranmeldung kommen.

  2. eine geschlossene Gruppe, also Gruppe mit festem Teilnehmerkreis, die sich jeden ersten Dienstag im Monat um 17.00 Uhr im Seminarraum des Hauses 5 trifft. Die Leitung hat Oberärztin Elisabeth Jaspen und Gesundheits- und Krankenpflegerin Martina Stegemann. Ziel ist vor allem die emotionale Entlastung von Angehörigen und Vermittlung von Krankheitsbehandlungswissen. Um Anmeldung per E-Mail an ed.miehtnof@nepsaj.e wird geben.

Angehörigengruppe für depressiv Erkrankte

Für die Angehörigen von Patienten mit Depressionen bieten wir alle sechs Wochen Angehörigenberatuneng an. Diese finden freitags um 18 Uhr im Seminarraum Haus 5 statt. Sie werden von Gesundheits- und Krankenpflegern geleitet. Die Termine sind über das Team des Hauses 8 telefonisch unter 05346 81-1309 zu erfragen.

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